NGZ: Ein Blick in die Seele der Stadt

Buchtipp
Hermann Cossmann ist einer der weniger bekannten Neusser Künstler. Das musste auch der Journalist Friedhelm Ruf feststellen, als er mit seiner Recherche für ein Buch über den 1884 geborenen Maler und Grafiker begann: Zehn Zeilen in einem Katalog, eine kurze Notiz zu Leben und Werk, mehr gab es nicht zu finden. Eineinhalb Jahre später ist daraus ein Buch geworden.
„Blick in die Seele der Stadt“ stellt nicht nur den Künstler vor, sondern auch das Leben in Neuss, das er in seinen Bildern festhielt. Viele Geschichten konnte Friedhelm Ruf nur aus Gesprächen mit Wegbegleitern und Verwandten Cossmanns erfahren. In 26 Kapiteln kommen Neusser zu Wort, die einen besonderen Bezug zu Cossmann, aber auch zu ihrer Stadt haben: Die ehemalige Direktorin des Clemens-Sels-Museums, Gisela Götte, nimmt den Leser mit in einen Depotraum, in dem einige seiner Grafiken lagern. Ernst Freistühler - der das Buch mit den Heimatfreunden herausgegeben hat – erinnert an berühmte NeusserKünstler.
Und Cossmanns Schüler Rudi Haeffs erzählt von besonderen Unterrichtsstunden in der Berufsschule. Das Buch ist also nicht nur ein Blick in die Seele der Stadt – sondern auch in die eines geschätzten Menschen. kju
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Friedhelm Ruf: „Ein Blick in die Seele der Stadt“, 22,50 Euro

(aus der NGZ vom 19. Dezember 2011)